Ein Labordiamant verbindet moderne Technologie mit der faszinierenden Schönheit eines Diamanten. Er entsteht unter kontrollierten Bedingungen, besitzt die charakteristischen Eigenschaften eines Diamanten und kann nach dem Schliff genauso eindrucksvoll funkeln wie sein natürlich entstandenes Gegenstück.
Ja. Ein Lab Grown Diamant ist kein Glasstein, kein Zirkonia und keine einfache Diamant-Imitation. Ein im Labor gewachsener Diamant besitzt im Wesentlichen dieselbe chemische Zusammensetzung, Kristallstruktur sowie vergleichbare optische und physikalische Eigenschaften wie ein natürlich entstandener Diamant.
Der wesentliche Unterschied liegt in seiner Entstehung. Ein natürlicher Diamant bildet sich durch geologische Prozesse tief im Erdinneren. Ein Labordiamant wächst dagegen unter kontrollierten technischen Bedingungen.
Mit bloßem Auge lässt sich die Herkunft eines hochwertigen Labordiamanten nicht zuverlässig bestimmen. Gemmologische Labore nutzen spezielle Untersuchungsmethoden, um natürliche und laborgezüchtete Diamanten sicher zu unterscheiden.
Labordiamanten werden nicht einfach gegossen oder aus Glas geschliffen. Sie wachsen unter kontrollierten Bedingungen aus Kohlenstoff. Zwei Verfahren haben sich dabei besonders etabliert: CVD und HPHT.
Beim CVD-Verfahren wächst Diamantmaterial auf einem kleinen Diamantkeim. In einer speziellen Kammer wird eine kohlenstoffhaltige Gasatmosphäre erzeugt. Kohlenstoff lagert sich kontrolliert am Diamantkeim an und lässt den Kristall Schicht für Schicht wachsen.
Das HPHT-Verfahren nutzt sehr hohen Druck und hohe Temperaturen. Damit werden Bedingungen geschaffen, die bestimmten Vorgängen bei der natürlichen Diamantentstehung ähneln. Auch hier wächst aus einem Ausgangsmaterial ein Diamantkristall.
Nach dem Wachstum folgt – genau wie bei einem natürlichen Rohdiamanten – die Bearbeitung. Der Kristall wird analysiert, geplant, geschliffen und poliert. Erst ein hochwertiger Schliff bringt die gewünschte Brillanz und das intensive Funkeln zum Vorschein.
Natürlicher Diamant und Labordiamant unterscheiden sich vor allem in ihrer Herkunft. Der eine ist ein Produkt geologischer Prozesse, der andere entsteht mithilfe moderner Technologie.
Beide können nach dem Schliff dieselbe Form, beeindruckende Brillanz und intensive Lichtwirkung zeigen. Der Unterschied ist deshalb weniger eine Frage von „echt oder unecht“, sondern vielmehr eine Frage von Herkunft, persönlicher Bedeutung, Preis und individueller Entscheidung.
Wer die über sehr lange Zeit entstandene natürliche Herkunft und Seltenheit schätzt, kann sich bewusst für einen Naturdiamanten entscheiden. Wer moderne Herstellung und ein anderes Preis-Leistungs-Verhältnis bevorzugt, findet im Labordiamanten eine interessante Alternative.
Auch Labordiamanten unterscheiden sich in Gewicht, Farbe, Reinheit und Schliff. Deshalb sollte ein Lab Grown Diamant nicht allein nach seiner Größe ausgewählt werden.
Besonders der Schliff beeinflusst, wie lebendig ein Brillant das Licht reflektiert. Ein größerer Stein ist daher nicht automatisch der optisch schönere Stein.
Für Trauringe und Eheringe kommt außerdem hinzu, dass Steinbesatz, Ringbreite, Fassung, Edelmetallfarbe und Oberfläche harmonisch miteinander wirken sollten.
Das Karatgewicht beschreibt das Gewicht des Diamanten. Größer bedeutet nicht automatisch besser.
Proportionen, Symmetrie und Politur beeinflussen maßgeblich die Lichtwirkung eines Brillanten.
Auch Labordiamanten können unterschiedliche Farbabstufungen aufweisen.
Auch im Labor gewachsene Diamanten können innere Merkmale und Einschlüsse besitzen.
Einer der Gründe, warum sich Paare für Labordiamanten interessieren, ist die unterschiedliche Preisstruktur gegenüber natürlichen Diamanten.
Dadurch kann innerhalb eines festgelegten Budgets beispielsweise ein größerer Brillant, eine höhere Steinanzahl oder ein umfangreicherer Brillantbesatz möglich werden.
Gerade bei Trauringen kann das interessante Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen: vom einzelnen zurückhaltenden Brillanten bis hin zu einer ganzen Reihe funkelnder Steine.
Es gibt keine Antwort, die für jedes Paar gleichermaßen richtig ist. Beide Varianten haben unterschiedliche Geschichten, Eigenschaften und Marktbedingungen.
Labordiamanten bieten die optischen und wesentlichen physikalischen Eigenschaften eines Diamanten und ermöglichen häufig mehr Größe oder Steinbesatz innerhalb eines bestimmten Budgets.
Sie werden unter kontrollierten Bedingungen hergestellt und können anhand entsprechender Laborberichte hinsichtlich ihrer Eigenschaften dokumentiert werden.
Labordiamanten besitzen nicht dieselbe geologische Entstehungsgeschichte und natürliche Seltenheit wie Naturdiamanten.
Auch der Wiederverkaufsmarkt und die Preisentwicklung unterscheiden sich. Deshalb sollte ein Labordiamant nicht mit dem Versprechen einer zukünftigen Wertsteigerung gekauft werden.
Bei hochwertigen Labordiamanten können unabhängige gemmologische Institute die Eigenschaften des Steins untersuchen und dokumentieren. Dazu können unter anderem Gewicht, Farbe, Reinheit, Schliff, Maße und die labordiamantene Herkunft gehören.
Institute wie IGI oder GIA bieten unterschiedliche Berichte und Bewertungsleistungen für laborgezüchtete Diamanten an.
Bei vielen zertifizierten Steinen kann eine mikroskopisch kleine Kennzeichnung beziehungsweise Berichtsnummer auf der Rundiste angebracht sein.
Professionelle gemmologische Untersuchungen können feststellen, ob ein Diamant natürlich entstanden oder im Labor gewachsen ist.
Antworten auf häufige Fragen rund um synthetische Diamanten, Lab Grown Diamanten, CVD, HPHT, Zertifikate, Qualität, Wert und die Verwendung in Trauringen.
Ob natürlicher Diamant oder Lab Grown Diamant: Entscheidend ist, dass der Stein zu Ihnen, Ihrem Ring und Ihren persönlichen Vorstellungen passt. Wir verbinden Brillanten mit moderner Präzisionsfertigung und Goldschmiedehandwerk – für Trauringe und Eheringe, die Ihre Geschichte auf ihre ganz eigene Weise erzählen.